November 06, 2026

Innovation Fund 2026:
Neuer Förderaufruf speziell für KMU

Die Europäische Kommission bereitet einen neuen Förderaufruf im Rahmen des Innovation Fund vor, der sich speziell an kleine und mittlere Unternehmen (KMU) richtet. Mit einem voraussichtlichen Budget von 200 Mio. € soll der IF26-SME-Aufruf kleineren Dekarbonisierungsprojekten den Zugang zu europäischen Fördermitteln erleichtern. Die Veröffentlichung ist für den 3. Dezember 2026 geplant.

Der Innovation Fund ist eines der wichtigsten europäischen Förderinstrumente für Dekarbonisierungstechnologien. Die Anforderungen an die Antragstellung können für KMU jedoch eine Hürde darstellen. Mit dem IF26-SME-Aufruf möchte die Europäische Kommission ihnen den Zugang zu dieser Förderung erleichtern.

Der IF26-SME-Förderaufruf

Der geplante Förderaufruf richtet sich an KMU mit Projekten, deren Investitionsausgaben (CAPEX) zwischen 2,5 und 20 Mio. € liegen. Das vorgesehene Gesamtbudget beträgt 200 Mio. €.

Bislang hat die Europäische Kommission den Förderaufruf angekündigt, den offiziellen Ausschreibungstext jedoch noch nicht veröffentlicht. Die endgültigen Förderbedingungen werden daher erst mit der offiziellen Veröffentlichung im Dezember 2026 feststehen.

Warum gibt es einen eigenen Innovation-Fund-Aufruf für KMU?

Die Europäische Kommission möchte den Innovation Fund für KMU zugänglicher machen. Dies gilt insbesondere für Unternehmen, die bislang noch keinen Antrag auf europäische Fördermittel gestellt haben.

Mit der Schaffung dieses Aufrufes speziell für KMU plant die Europäische Kommission, das Antragsverfahren an die Bedürfnisse von KMU anzupassen. Es soll einfacher gestaltet und besser auf kleinere Projekte zugeschnitten werden.

Dadurch soll es für KMU zukünftig deutlich einfacher werden, den Innovation Fund zu nutzen, um ihre Dekarbonisierungstechnologien in die praktische Anwendung zu überführen.

Welche Vereinfachungen sind für KMU geplant?

Die Europäische Kommission hat bereits mehrere Maßnahmen angekündigt, um die Antragstellung zu vereinfachen.

Für den IF26-SME-Aufruf sind unter anderem folgende Neuerungen vorgesehen:

  • Weniger Unterlagen und Angaben bei der Antragstellung
  • Ein teilautomatisiertes Tool zur vereinfachten Berechnung der Treibhausgasemissionsminderung
  • Reduzierte Berichts- und Monitoringpflichten
  • Vereinfachte Prüfung ausgewählter Bewertungskriterien
  • Zwei Einreichungsfristen pro Jahr

Die Europäische Kommission hat außerdem darauf hingewiesen, dass der neue Förderaufruf auch risikoreichere Projekte unterstützen könnte, als dies beim Innovation Fund bisher üblich ist.

Die geplanten Vereinfachungen sollen den Aufwand für KMU reduzieren. Das grundlegende Ziel des Innovation Fund bleibt dabei unverändert: die Einführung und Verbreitung innovativer Dekarbonisierungstechnologien zu unterstützen.

Welche Projekte kommen für den IF26-SME-Aufruf infrage?

Die Europäische Kommission hat den endgültigen Ausschreibungstext noch nicht veröffentlicht. Die genauen Fördervoraussetzungen, die förderfähigen Sektoren und das Bewertungsverfahren müssen daher noch bestätigt werden.

Nach den bisherigen Informationen richtet sich der Förderaufruf an sogenannte Small-scale projects von KMU mit Investitionsausgaben zwischen 2,5 und 20 Mio. €.

Diese ersten Angaben helfen KMU dabei, eine mögliche Förderoption für ihr Vorhaben zu erkennen. Sie bedeuten jedoch nicht automatisch, dass ein Projekt förderfähig ist.

Die genauen Auswahlkriterien und Anforderungen an die Antragstellung müssen nach der offiziellen Veröffentlichung des Förderaufrufes geprüft werden.

Welche Projekte kommen für den IF26-SME-Aufruf infrage?
Welche Projekte kommen für den IF26-SME-Aufruf infrage?

Zwei Einreichungsfristen für 2027 geplant

Die Europäische Kommission sieht zwei Einreichungsfristen pro Jahr vor.

Der erste Förderaufruf soll am 3. Dezember 2026 veröffentlicht werden. Die erste Antragsfrist ist für Ende März 2027 vorgesehen. Im April 2027 soll eine zweite Bewerbungsrunde beginnen, deren Einreichungsfrist voraussichtlich Ende September 2027 abläuft.

Für KMU bedeutet diese Aufteilung mehr Flexibilität. Unternehmen, deren Projekte bis zur ersten Frist noch nicht ausreichend vorbereitet sind, könnten die zusätzlichen Monate nutzen, um ihr Vorhaben weiterzuentwickeln.

Wie können sich KMU auf den IF26-SME-Aufruf vorbereiten?

Wer erst nach der Veröffentlichung des Förderaufrufes beginnt, sein Projekt auf Förderfähigkeit zu prüfen, verliert möglicherweise wertvolle Zeit.

Schon jetzt können KMU anhand der verfügbaren Informationen wichtige Aspekte ihres Vorhabens bewerten:

  • Technologischer Reifegrad
  • Zeitplan des Projektes
  • Geplante Investitionen
  • Finanzierungsbedarf
  • Tragfähigkeit des Geschäfts- und Finanzierungsmodells
  • Erwartete Treibhausgasemissionsminderung

In dieser frühen Phase geht es vor allem um eine grundlegende Frage: Erfüllt das Projekt die wesentlichen Voraussetzungen, um den Innovation Fund als mögliche Finanzierungsoption in Betracht zu ziehen?

Sobald die endgültigen Förderbedingungen veröffentlicht sind, können Unternehmen ihre Antragstellung gezielt vorbereiten.

IF26-SME-Aufruf: Was bisher bekannt ist

Merkmal Bisher angekündigte Informationen
Projektart Small-scale projects
Investitionsausgaben (CAPEX) 2,5–20 Mio. €
Voraussichtliches Budget 200 Mio. €
Antragsverfahren Vereinfachungen für KMU angekündigt
Anzahl der Einreichungsfristen Zwei pro Jahr
Geplante Veröffentlichung 3. Dezember 2026
Erste voraussichtliche Antragsfrist Ende März 2027
Zweite voraussichtliche Antragsfrist Ende September 2027


Diese Angaben entsprechen dem aktuellen Informationsstand der Europäischen Kommission. Die endgültigen Bedingungen müssen mit der offiziellen Veröffentlichung des Förderaufrufes bestätigt werden.

IF26-SME-Aufruf: Neue Informationen aus der Informationsveranstaltung

Im Rahmen der Informationsveranstaltung zum IF26-SME-Aufruf am 13. Oktober 2026 hat die Europäische Kommission weitere Einzelheiten zur geplanten Förderung vorgestellt.

Förderfähige Sektoren und Antragsteller

Der neue Förderaufruf soll die meisten Sektoren abdecken, die bereits im bisherigen Innovation Fund berücksichtigt wurden. Ausgenommen ist der maritime Sektor, für den ein eigener Förderaufruf vorgesehen ist.

Unternehmen können sich einzeln oder im Konsortium bewerben. Bei einem Konsortium müssen sämtliche Partner die europäische KMU-Definition erfüllen.

Bewertungskriterien

Der Innovationsgrad eines Projektes soll sowohl auf europäischer als auch auf nationaler Ebene bewertet werden können.

Darüber hinaus wird die Europäische Kommission folgende Kriterien berücksichtigen:

  • Potenzial zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen
  • Technische und finanzielle Projektreife
  • Übertragbarkeit der Technologie auf andere Standorte oder Märkte (Replizierbarkeit)
  • Kosteneffizienz im Verhältnis zu den vermiedenen CO₂-Emissionen

Weitere Details müssen noch bestätigt werden. Dazu gehören insbesondere:

  • Die genauen Fördervoraussetzungen
  • Die Bewertungsmethoden
  • Die Anforderungen an die Antragstellung

Die Veröffentlichung des IF26-SME-Aufrufes ist nun für den 3. Dezember 2026 angekündigt. Eine weitere Informationsveranstaltung ist für den 10. Dezember geplant.

IF26-SME-Aufruf: Neue Informationen aus der Informationsveranstaltung
IF26-SME-Aufruf: Neue Informationen aus der Informationsveranstaltung

Könnte Ihr Projekt vom Innovation Fund profitieren?

Der IF26-SME-Aufruf eröffnet KMU mit Dekarbonisierungsprojekten eine neue Fördermöglichkeit. Bevor Unternehmen eine Antragstellung planen, sollten sie jedoch die Förderfähigkeit, den Reifegrad und das Finanzierungspotenzial ihres Vorhabens prüfen.

PNO Innovation hat bereits 48 erfolgreich geförderte Innovation-Fund-Projekte begleitet. Insgesamt konnten unsere Kunden dadurch Fördermittel in Höhe von mehr als 4,8 Mrd. € einwerben.

Auf Grundlage dieser Erfahrung unterstützen unsere Expertinnen und Experten Sie bei der Bewertung Ihres Projektes, der Entwicklung einer passenden Förderstrategie und der Vorbereitung Ihres Antrages.

Sie planen ein Dekarbonisierungsprojekt? Sprechen Sie mit uns über die Fördermöglichkeiten für Ihr Vorhaben.

Ihre Ansprechpartnerin

Barbara Bendaoud

Barbara Bendaoud

Senior Consultant

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