Mai 06, 2026

„Kickstart FUTUR“: Förderung für frühe Energieforschung

Für frühe Technologieideen fehlt oft die passende Förderung. „Kickstart FUTUR“ setzt genau hier an.

Der Förderaufruf „Kickstart FUTUR“ des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) unterstützt Forschungsvorhaben in einer sehr frühen Entwicklungsphase. Im Fokus stehen Ansätze, deren Machbarkeit noch offen ist. Gleichzeitig sollen sie das Potenzial haben, neue technologische Entwicklungen für eine klimaneutrale Energieversorgung anzustoßen.

Gerade diese frühe Phase ist für viele forschungs- und technologieorientierte Organisationen herausfordernd: Die Idee ist vielversprechend, belastbare Daten oder ein Funktionsnachweis liegen jedoch noch nicht vor. Klassische Förderprogramme setzen häufig erst später an. Genau hier setzt „Kickstart FUTUR“ an.

 

Kickstart FUTUR: Von der Idee zum ersten Nachweis

Gefördert werden Projekte bis Technology Readiness Level 3 (TRL 3). Ziel ist es, in einem überschaubaren Zeitraum erste wissenschaftlich-technische Erkenntnisse zu gewinnen, Machbarkeitsstudien durchzuführen und die technische Machbarkeit des Ansatzes zu prüfen oder nachzuweisen.

Die Projektlaufzeit beträgt 12 bis maximal 18 Monate. In dieser Zeit sollen erste belastbare Daten entstehen, die als Grundlage für weiterführende Forschung, spätere Entwicklungsphasen oder mögliche Kooperationen mit Unternehmen dienen können.

Auch investive Ausgaben, etwa für spezifische Forschungsgeräte, können förderfähig sein, wenn sie für die Umsetzung des Forschungsvorhabens erforderlich sind. Das ist vor allem dann relevant, wenn neue experimentelle Set-ups aufgebaut oder bestehende Ansätze in einem neuen Forschungskontext untersucht werden sollen.

Kickstart FUTUR in der Wasserstoff- und Energieforschung

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Wasserstoff und seinen Derivaten. Wasserstoff gilt als wichtiger Baustein für die Defossilisierung von Industrie, Verkehr und Energieversorgung, insbesondere dort, wo direkte Elektrifizierung technisch schwierig oder wirtschaftlich nicht sinnvoll ist.

Darüber hinaus adressiert der Förderaufruf zentrale Fragen klimaneutraler Energiesysteme: von erneuerbaren Energien über Speicher- und Verteilstrukturen bis hin zur Nutzung neuer Energieträger und zur Transformation bestehender Infrastrukturen.

Thematische Schwerpunkte

Gefördert werden Projekte unter anderem in folgenden Bereichen:

  • Erneuerbare Energien und Energieeffizienz: Integration erneuerbarer Energien sowie Ansätze zur Senkung des Energiebedarfs.
  • Effizienzsteigerung von Produktionsprozessen: Technologien, Materialien oder Verfahren zur Verbesserung der Energie- und Kosteneffizienz in Industrie und Energiewirtschaft.
  • Power-to-X-Technologien: Neue Konversionsverfahren, bessere Wirkungsgrade und sektorübergreifende Anwendungen.
  • Wasserstoffspeicherung und -verteilung: Konzepte, Materialien und Technologien für sichere, leistungsfähige und wirtschaftliche Speicher- und Verteilstrukturen.
  • Nutzung von Wasserstoff und Derivaten: Anwendungen in Industrie, Mobilität und Energieerzeugung mit Fokus auf technischer Machbarkeit.
  • Technologien für die nachhaltige Transformation: Umbau bestehender Infrastrukturen, Digitalisierung sowie grundlegende Fragestellungen zu Transformationspfaden und Wechselwirkungen.

Wer kann profitieren?

Der Aufruf ist vorrangig auf Einzelvorhaben ausgerichtet. Verbünde sind nur in begründeten Ausnahmefällen mit maximal zwei Partnern vorgesehen.

Besonders interessant ist „Kickstart FUTUR“ für diejenigen, die an frühen, bislang nicht nachgewiesenen Technologieansätzen arbeiten und zunächst klären müssen, ob eine Weiterentwicklung technisch sinnvoll ist. Entscheidend ist, dass die Projektidee wissenschaftlich überzeugt und der nächste Entwicklungsschritt gut begründet ist.

In der Antragspraxis wird es darauf ankommen, die frühe Phase nicht als Schwäche darzustellen, sondern als begründeten Forschungsbedarf: Welche Unsicherheit soll geklärt werden? Welche Daten fehlen noch? Und warum ist genau jetzt der richtige Zeitpunkt für den nächsten Schritt?

Einreichung und Fristen

  • Einreichfrist: 12. Juni 2026, 23:59 Uhr
  • Einreichung: elektronisch über das Förderportal
  • Umfang der Projektskizze: max. 7 Seiten zzgl. Deckblatt und Anlagen

Einreichungsportal:
https://foerderportal.bund.de/easyonline/reflink.jsf?m=GLF_ENERGIE&b=KICKSTART_FUTUR

Weitere Informationen:
https://www.ptj.de/foerdermoeglichkeiten/anwendungsorientierte-grundlagenforschung-energie/kickstart-futur

Warum „Kickstart FUTUR“ relevant ist

„Kickstart FUTUR“ erfolgt auf Grundlage der bestehenden Förderbekanntmachung zum 7. Energieforschungsprogramm „Innovationen für die Energiewende“. Der besondere Mehrwert liegt darin, dass der Aufruf sehr frühe, explorative Forschung adressiert : also genau jene Phase, in der technologische Ansätze noch mit Unsicherheit verbunden sind.

Für Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen kann das entscheidend sein: Ohne erste Daten bleibt eine gute Idee häufig schwer anschlussfähig, sowohl für größere Förderprogramme als auch für spätere Industriekooperationen. „Kickstart FUTUR“ kann hier helfen, aus einer frühen Hypothese einen belastbaren nächsten Entwicklungsschritt zu machen.

Ihre Ansprechpartnerin

Haben Sie Interesse an einer Antragstellung im Rahmen von „Kickstart FUTUR“ oder möchten Sie prüfen, ob Ihre Projektidee förderfähig ist? Wir unterstützen Sie gerne bei der Prüfung Ihrer Projektidee auf Förderfähigkeit, der Ausarbeitung Ihrer Projektskizze sowie im gesamten Antragsprozess.

Kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches Erstgespräch.

 

Annemarie Reiche, Country Manager Germany bei PNO Innovation

Annemarie Reiche

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