Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) hat am 6. Januar 2026 die zweiten Förderaufrufe für Modul 1 (Teilmodule 1 und 3) und Modul 2 der Bundesförderung Industrie und Klimaschutz (BIK) veröffentlicht. Unternehmen haben damit erneut die Möglichkeit, Investitions- und Innovationsprojekte zur Reduktion von Treibhausgasemissionen sowie zur Anwendung von CCU/CCS-Technologien fördern zu lassen.
Vorhabenskizzen für beide Module können bis zum 28. Februar 2026 eingereicht werden.
Die BIK unterstützt Unternehmen bei der Transformation hin zu einer treibhausgasneutralen Industrie. Gefördert werden sowohl klimafreundliche Investitionen als auch Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsvorhaben. Ziel des Programms ist es, die industrielle Dekarbonisierung in Deutschland zu beschleunigen und bis 2045 rund 40 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente einzusparen.
Die BIK ist der Nachfolger unter anderem der früheren BMWK-Förderung „Dekarbonisierung in der Industrie“. Die Förderrichtlinie sowie die ersten Förderaufrufe wurden Ende August 2024 veröffentlicht. Bereits im ersten Förderaufruf konnten Unternehmen bis zum 30. November 2024 Projektskizzen einreichen (zweistufiges Verfahren). Für die gesamte Programmlaufzeit sind laut Ministeriumsangaben rund 3,3 Milliarden Euro vorgesehen.
Im Modul 1 stehen Vorhaben im Mittelpunkt, die Emissionen dauerhaft und möglichst weitgehend senken. Dazu zählen:
Förderhöhe
Kompetenzzentrum Klimaschutz in energieintensiven Industrien (KEI)
Zeitgleich wurde der zweite Förderaufruf für Modul 2 veröffentlicht. Dieses Modul adressiert insbesondere schwer vermeidbare CO₂-Emissionen und fördert Vorhaben zur Abscheidung, Nutzung und Speicherung von CO₂.
In Konsortien muss mindestens ein Unternehmen die industrielle Anwendung der Ergebnisse in Deutschland planen
Die Auswahl der Vorhaben erfolgt wettbewerblich, insbesondere anhand der Fördermitteleffizienz (CO₂-Einsparung je Förder-Euro), des Innovationsgrades sowie der industriellen Umsetzbarkeit.
Projektträger Jülich – PtJ
Die BIK ist ein komplexes Förderprogramm mit mehreren Modulen, Teilmodulen und unterschiedlichen Projektträgern. In der Praxis erschwert diese Struktur vielen Unternehmen den Überblick – insbesondere dann, wenn mehrere Vorhaben parallel geplant werden.
Hinzu kommen strategische und beihilferechtliche Fragestellungen, die frühzeitig adressiert werden sollten:
In der Förderrunde 2025 wurden 38 Projekte aus zahlreichen Branchen gefördert, darunter: Zement und andere Baustoffe, Chemie, Abfallverwertung, Direct Air Capture, Papier und Zellstoff, Nahrungs- und Futtermittel, Mineralölerzeugnisse, Asphalt, Glas, Stahl, Maschinenbau, Haushaltsgeräte sowie Kraftfahrzeuge.
Regional verteilten sich die Projekte unter anderem auf: Nordrhein-Westfalen (11), Bayern (10), Baden-Württemberg (4), Sachsen-Anhalt (3), Thüringen (2), Sachsen (2) sowie Niedersachsen, Bremen, Rheinland-Pfalz, Hamburg, Berlin und Hessen.
PNO Innovation behält für Sie den Überblick. Wir unterstützen Sie bei der strategischen Einordnung Ihres Vorhabens, der Wahl des passenden Förderinstruments, der sauberen Modul- und Projektabgrenzung sowie bei komplexen Abstimmungen mit Projektträgern und Bundesländern.
Sprechen Sie mit uns – wir helfen Ihnen, die BIK strategisch richtig zu nutzen.
Name: Ariane Kroker
E-Mail: Ariane.Kroker@pnoinnovation.com
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