Dezember 11, 2025

Kommende Förderchancen im Clean Aviation Call 4 (2026)

Strategische Vorbereitung auf den Clean Aviation Call 4 (2026)

Die Clean Aviation Joint Undertaking (CAJU) wird voraussichtlich im Februar 2026 den Call 4 veröffentlichen. Das Governing Board hat das überarbeitete Arbeitsprogramm Ende November genehmigt. Industriepartner wirken direkt an der Programmentwicklung mit. Dadurch erhalten sie frühzeitig Einblick in kommende Themen und starten früher mit dem Aufbau ihrer Konsortien. Diese frühe Positionierung verschafft ihnen im Wettbewerb einen klaren Vorteil.

Neue Rollenverteilung durch höhere TRL-Anforderungen

Da Call 4 sowie spätere Ausschreibungen stärker auf höhere Technology Readiness Levels (TRLs) ausgerichtet sein werden, werden die Möglichkeiten für Forschungs- und Technologieorganisationen (RTOs), Hochschulen und kleine sowie mittlere Unternehmen kleiner ausfallen als in früheren Calls. Um trotz dieser Verschiebung eine relevante Rolle im Innovationspfad hin zu klimafreundlicherer Luftfahrt einzunehmen, sollten diese Organisationen frühzeitig den Dialog mit zentralen Industriepartnern suchen und sich gezielt als strategische Beiträge für künftige Konsortien positionieren.

Fast Track Activities als ergänzende Chance für Forschung und KMU

Eine bedeutende zusätzliche Möglichkeit ergibt sich durch die Fast Track Activities (FTA), die parallel zu den CAJU-Calls veröffentlicht werden. Sie richten sich an niedrigere TRL-Stufen und bieten damit besonders Hochschulen, RTOs und innovativen KMU passende Einstiegsmöglichkeiten. Die Aktivitäten unterstützen industrienahe Forschung und ermöglichen einen wertvollen Zugang zum Clean-Aviation-Umfeld. FTA-Anträge folgen einem Horizon-Europe-ähnlichen Format mit vergleichbaren Budgetdimensionen. Als voraussichtlicher Termin für FTA-Einreichungen gilt April 2026, während die Fristen für die übrigen CAJU-Calls im Mai 2026 erwartet werden.

Führende Industrieunternehmen prägen die bisherigen Clean-Aviation-Konsortien

Die bisherigen Clean-Aviation-Projekte aus Call 1 und 2 zeigen deutlich, dass große Industrieunternehmen die Konsortien dominieren. Organisationen wie Aciturri, Air Liquide, Airbus, Collins Aerospace, Dassault Aviation, das DLR, GE Avio, Honeywell, Leonardo, MTU Aero Engines, ONERA, Pipistrel, Rolls-Royce Deutschland und Safran führen zentrale Projektverbünde und bestimmen maßgeblich deren Ausrichtung. Hochschulen, RTOs und KMU, die im nächsten Förderzyklus eine Rolle spielen möchten, sollten daher frühzeitig den Kontakt zu diesen Unternehmen suchen. Eine proaktive Ansprache erhöht die Chance, in neue Konsortien einzusteigen und sich strategisch in der nächsten Phase der europäischen Luftfahrtinnovation zu positionieren.

 

Kontakt

Name: Sandra Annetzberger

E-Mail: Sandra.Annetzberger@pnoinnovation.com

 

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