July 13, 2026

RAMP: Neue Förderung für nachhaltige Rohstoff-Wertschöpfungsketten

Mit dem ersten Joint Transnational Call 2026 startet die erste Ausschreibungsrunde der europäischen Partnerschaft RAMP.

Kritische metallische und mineralische Rohstoffe sind längst mehr als ein industriepolitisches Randthema. Sie entscheiden mit darüber, wie schnell Zukunftstechnologien in Europa entwickelt, produziert und skaliert werden können – von erneuerbaren Energien und Elektromobilität bis hin zu Digitalisierung, industriellen Schlüsselprozessen und strategischer Autonomie.

Gleichzeitig ist Europa bei vielen Rohstoffen stark von Importen abhängig. Deshalb rückt die Frage stärker in den Fokus, wie Europa seine Rohstoffversorgung langfristig sichern kann. Recycling, eine effizientere Nutzung von Ressourcen und geschlossene Kreisläufe spielen dabei eine zentrale Rolle.

Genau hier setzt die neue Bekanntmachung zur Förderung von Projekten zum Thema „Resiliente und nachhaltige Rohstoff-Wertschöpfungsketten für Zukunftstechnologien“ an. Sie schafft die Grundlage dafür, dass sich deutsche Partner an internationalen Forschungs- und Entwicklungsprojekten im Rahmen der europäischen Partnerschaft RAMP – Raw Materials for the Green and Digital Transition – beteiligen können.

Mit dem ersten Joint Transnational Call 2026 startet nun die erste Ausschreibungsrunde der europäischen Partnerschaft RAMP. Jetzt können interessierte Organisationen erstmals Projektideen für konkrete transnationale Forschungs- und Entwicklungsprojekte vorbereiten und einreichen.

So läuft der erste RAMP Joint Call 2026 ab

1. Veröffentlichung des Joint Call

Mit der Veröffentlichung des ersten RAMP Joint Call 2026 startet die erste Ausschreibungsrunde.

2. Einreichung der Ideenskizze

Internationale Konsortien reichen zunächst eine englischsprachige Projektskizze (Pre-Proposal) ein. Die Frist endet am

22. September 2026 (15:00 CEST).

3. Einladung zur zweiten Stufe

Erfolgreiche Konsortien werden nach der Begutachtung eingeladen, einen vollständigen Projektvorschlag (Full Proposal) einzureichen.

4. Förderentscheidung

Die endgültige Förderentscheidung treffen die nationalen Förderorganisationen. Der Projektstart ist ab Mitte 2027 vorgesehen.

 

Was steht im Fokus?

Gefördert werden risikoreiche, anwendungsnahe und vorwettbewerbliche FuE-Projekte, die einen Beitrag zu resilienten und nachhaltigen Rohstoff-Wertschöpfungsketten leisten. Im Mittelpunkt stehen Vorhaben mit einem Technologiereifegrad (TRL) von 2 bis maximal 7. Ziel ist es, innovative Lösungen weiterzuentwickeln und ihre Anwendung in der Praxis vorzubereiten.

Der aktuelle Förderaufruf umfasst unter anderem folgende Themen:

  • nachhaltige Versorgung mit primären und sekundären Rohstoffen
  • rohstoffeffizientes Produktdesign und ressourcenschonende Produktionsverfahren
  • Wiederverwendung, Rückführung und Recycling von Produkten
  • Querschnittsthemen wie Daten, Governance, gesellschaftliche Akzeptanz und Fachkräftebedarf

Die Förderung richtet sich insbesondere an Organisationen, die an Lösungen in den Bereichen Recycling, Rückgewinnung, Substitution kritischer Rohstoffe, zirkuläres Design oder ressourceneffiziente Produktion arbeiten.

Wer kann profitieren?

Antragsberechtigt sind Unternehmen, Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, öffentliche Einrichtungen sowie Verbände, Stiftungen, Vereine und NGOs.

Voraussetzung ist die Zusammenarbeit in internationalen Verbünden. Projektvorschläge werden von Konsortien eingereicht, die grundsätzlich aus mindestens drei förderfähigen Partnern aus drei verschiedenen Teilnehmerländern bestehen. Mindestens zwei dieser Partner müssen aus unterschiedlichen EU-Mitgliedstaaten oder assoziierten Ländern mit EU-Förderberechtigung stammen.

Jetzt die Projektvorbereitung starten

Mit dem ersten RAMP Joint Call liegen die konkreten Themen, Teilnahmebedingungen und Einreichungsfristen nun vor. Jetzt geht es darum, Projektideen zu konkretisieren, internationale Partner zu identifizieren und die englischsprachige Ideenskizze (Pre-Proposal) vorzubereiten. Die Frist für die Einreichung der Ideenskizzen endet am 22. September 2026.

Gerade bei transnationalen Verbundprojekten ist eine frühzeitige Vorbereitung entscheidend. Neben der Konsortialbildung zählen eine klare Rollenverteilung, ein überzeugender europäischer Mehrwert und eine schlüssige Wirkungslogik zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren.

Wir unterstützen Sie dabei, Ihre Projektidee zu schärfen, passende internationale Partner zu finden und Ihren Projektvorschlag gezielt auf die Anforderungen des aktuellen RAMP Joint Call auszurichten.

 

Ihr Ansprechpartner

Sie möchten prüfen, ob Ihre Projektidee zum aktuellen RAMP Joint Call oder zu weiteren Fördermöglichkeiten im Bereich Rohstoffe, Kreislaufwirtschaft oder Ressourceneffizienz passt? Wir unterstützen Sie bei der Auswahl geeigneter Förderinstrumente, der Entwicklung tragfähiger Projektideen und dem Aufbau internationaler Konsortien.

 

Alexander Kinder

Alexander Kinder

Experte für regionale und nationale Fördermittel

Kontakt aufnehmen

Wie können wir Ihnen helfen?

Erfahren Sie, wie unsere Experten Ihre Innovation fördern können.

    *Pflichtfelder

    This site is protected by reCAPTCHA and the Google Privacy Policy and Terms of Service apply.